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Wie wird meine Geld z.B. für die Altersvorsorge investiert?

Der Weg der Altersvorsorgebeiträge über Rentenkassen in "Blind Pools" und weiter in die Wirtschaft von nebenan - ein undurchsichtiges Geflecht für Branchenfremde.

Seit vielen Jahren kursieren bereits Gerüchte über die angeblich baldige Zahlungsunfähigkeit von diversen Renten- und Sozialversicherungskassen, was u.a. auch von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (#BaFin) in diesem Jahr angestoßen worden war. Auch im Jahr 2020 scheinen #Versicherungen wieder mit finanziellen Problemen konfrontiert zu sein, wie Der Spiegel berichtet. Begleitet werden Meldungen von Zahlungsschwierigkeiten häufig von Beitragserhöhungen oder Leistungskürzungen. In ihrem Alterssicherungsbericht zur #Rentenversicherung erklärte die Bundesregierung daher, dass im Jahr 2021 die Renten erstmals seit 2015 nicht steigen würden.[1] Arbeitsminister Heil versicherte zwar, dass aufgrund der Rentengarantie Renten niemals sinken würden, inflationsbereinigt verlieren Rentner jedoch über einen gewissen Zeitraum hinweg enorm an Kaufkraft. Klamme Rentenkassen planen indes den kontinuierlichen Anstieg der Beitragszahlungen von derzeit 18,6% vom Brutto auf 19,9 % im Jahr 2025. Fraglich bleibt jedoch, ob der Anstieg ausreichen wird, um den fortschreitenden #Kaufkraftverlust der deutschlandweiten Renten einzudemmen.

Schon seit fast zwei Jahrzehnten steuert der Staat einer potenziellen Ernüchterung einsteigender Rentner proakiv entgegen, indem er private Renten- und Vorsorgeverträge subventioniert. Die wohl bekanntesten Beispiele dieser zwar privaten, aber staatlich geförderten #Rentenprogramme sind die #Riester- und die #Rürup-Rente, welche es Arbeitnehmern ermöglichen sollen auf privatem Weg die spätere #Rentenlücke zu schließen.

Die eigentliche Frage jedoch ist was eigentlich mit dem eingezahlten Geld passiert? Nahezu unmerklich werden Monat für Monat hohe Beträge quasi automatisiert und für den Arbeitnehmer nur auf dem Lohnzettel (z.B. bei einer betrieblichen Altersvorsorge) einsehbar in die sozialen Rentenkassen gespült oder vom privaten Konto in einer privaten Rente angelegt. Die wenigsten Sparer haben einen Überblick über die durchschnittlich 6-stelligen Summen die sie im Laufe ihres Lebens auf diesem Weg in solche Systeme einzahlen. Schlussendlich investieren sämtliche Rentenkassen, gesetzlich und privat, das eingezahlte Geld wieder in die #Wirtschaft: in #Anleihen, #Aktien, #Unternehmen, #Immobilien, erneuerbare Energien, etc. Während Rentenkassen einerseits stark in ihrem #Anlagehorizont gesetzlich reglementiert sind, bleiben die von den Kassen getätigten Investments für den ursprünglichen Eigentümer des Geldes, dem für die Rente vorsorgenden Beitragszahler, ein Geheimnis. Die Kontrolle über sein für die Rente erspartes Geld liegt somit vollständig bei den Rentenkassen, welche nicht selten #Investments tätigen, die der private Investor in Eigenregie weder unterstützen noch jemals tätigen würde.

Die Form des großflächig angelegten Investierens ähnelt im Grunde genommen der in der Fondsbranche unter dem Namen bekannten „Blind Pool“ Praxis. Unter #BlindPools im herkömmlichen Sinne versteht man in der #Fondswelt geschlossene Fonds, welche Gelder in großen Mengen von oft kleinen Investoren sammeln und wieder gewinnbringend investieren. Hierbei verfolgt der Fonds eine konkrete #Anlagestrategie. Bezeichnet sich der Fonds beispielsweise als #Immobilienfonds, kann der Investor zwar davon ausgehen, dass der Fonds das Geld des Anlegers zwar in Immobilien oder #Immobilienentwicklungsprojekte investieren wird, nicht jedoch wo und in welche Gebäude investiert wird. Ob es sich bei den getätigten Investments um Bürogebäude in München, Einzelhandelsflächen in Berlin oder Wohnblöcke in Hamburg handelt erfährt der Anleger nicht. Erst kürzlich landete so eine Geschichte in der Presse, in welcher ein Ehepaar in einen #Immobilienentwicklungsfonds investiert war, welcher im Rahmen seiner Ankaufsstrategie den Abriss und die Umsiedlung einer Wohngegend vorsah. Das Ehepaar war jedoch in dieser Wohngegend sesshaft und war sich des Hintergrunds der zwanghaften Umsiedlung nicht bewusst.


Die Lehre aus dieser am Markt weit verbreiteten Anlage- und Investmentpraxis aus Sicht des privaten Anlegers sollte heißen, bei seinen eigenen Anlagen eine höchstmögliche #Transparenz zu gewährleisten. Inmitten der Undurchsichtigkeit der Finanzwelt und der teilweise besorgniserregenden Berichte der Rentenkassen, sprießen jedoch hoffnungsbringende #Investorenmodelle, welche es auch #Kleinanlegern ermöglichen eine höhere Einsichtnahme in die getätigten Investments zu erlangen. Die Attraktivität an Investitionen in konkrete Projekte nimmt in der breiten Bevölkerung immer stärker zu.

[1] https://www.rnd.de/politik/erstmal-keine-rentenerhohung-2021-renten-seit-2015-gestiegen-OQUPFDXUBM5OD6I3XO62WJ5DDE.html


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